_Robin Hood - Die Legende

Die Legende um Robin Hood ist unsterblich, und es gibt nur wenige Geschichten auf der ganzen Welt, die eine ähnliche Popularität erlangt haben. Wer kennt ihn nicht, den berühmten Geächteten, den "Rächer der Entrechteten", den "Freiheitskämpfer" und den "Retter der Unterdrückten"? Kaum jemand, der nicht irgendwo von Robin Hood schon gehört hat.

Die Geschichte um den in den Wäldern lebenden und für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfenden Räuber wurde durch unzählige Balladen und Minnegesänge aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, aber auch durch die seit mehr als 100 Jahren geschriebenen Bücher überliefert.

ROBIN HOODs Kampf um so zeitlose Werte und Ideale wie Freiheit, Gerechtigkeit und die Befreiung von unrechtmäßiger Beherrschung lassen das Interesse gerade in der heutigen Zeit besonders aufleben.

Der Verlauf unserer Geschichte zeigt uns immer wieder eindrucksvoll, dass diese Ideale stets eine große Anziehungskraft auf die Menschen ausüben und in jeder Kultur und Zeit das Volk sich einen Mann wie ROBIN HOOD gewünscht oder gar erfunden hat.
Es gibt wenige authentische Informationen über ROBIN HOOD und die Frage, ob es diesen Helden je gegeben hat. Oft wird ROBIN HOOD mit Robin/Robert of Locksley oder Robin/Robert of Huntington verbunden. Letzterer lebte tatsächlich zur Zeit König Richards in den Wäldern rund um Nottingham und soll als „Outlaw“ und Räuber, als besonderer Bogenschütze und Kämpfer für Gerechtigkeit bekannt gewesen sein!

Der Name Robin Hood wird fast immer mit der Regierungszeit von König Richard I., auch bekannt als Richard ‚Löwenherz', verbunden. Angeblich war Robin ein glühender Verehrer des Königs und ihm treu ergeben. Dabei wird auch wiederholt erzählt, dass König Richard - frisch von Kreuzzug heimgekehrt - Robin Hood im Sherwood Forest aufsuchte und ihn begnadigte. Wenn man aber bedenkt, dass Richard I. sich während seines Lebens nur ganze sechs Monate in England aufgehalten hat und auch nicht die Sprache der Angelsachsen sprach, klingt dies doch eher unwahrscheinlich.
Schenkt man den spärlichen Berichten der Geschichtsschreiber glauben, war Richard eine charismatische Persönlichkeit, die Menschen leicht beeindrucken konnte. Es ist daher vorstellbar, dass auch ein Rebellen-Anführer seinen König als Vorbild hatte.

Historisch ist belegt, dass die Stadt Nottingham, die zu den Besitztümern von Richards Bruder Johann (Prinz John) gehörte, als eine der wenigen Städte dem König Widerstand leistete und Richard nicht als ihren König anerkannten.

Bei der Belagerung von Nottingham, die schließlich erst von Katapulten Richards am 28. März 1194 eingenommen wurde, hat der König höchstwahrscheinlich auch im Sherwood Forest übernachtet. Es läge daher auch nahe, dass er die im Wald lebenden Wegelagerer aufsuchte, um sie für seine Sache zu gewinnen und sein Heer mit ihnen zu verstärken. Für eine Begnadigung von ihrem verehrten König waren sie wahrscheinlich durchaus bereit, ihr Leben zu riskieren.

Natürlich ist nichts davon wirklich belegt. Kein Historiker würde je behaupten, dass der große König sich mit einer Handvoll Banditen zusammengetan hätte. Aber es liegt durchaus im Bereich des Möglichen!