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_KAISERIN ELISABETH - Ihr Leben

1837 Elisabeth Amalie Eugenie von Wittelsbach, genannt Sisi, wird als viertes von zehn Kindern des bayerischen Herzogs Maximilian und Ludovika, Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph, am Heiligabend in München geboren.

1848 Bei einem Besuch in Innsbruck sieht sie zum ersten Mal den österreichischen Kaiser Franz Joseph I., Sohn der Schwester ihrer Mutter, der in diesem Jahr, 18jährig, nach der deutschen Märzrevolution den Thron bestieg.

1853 In Bad Ischl trifft die 15-jährige Sis(s)i ihren Cousin wieder, die beiden verloben sich am 18. August.

1854 bereits wird in der Augustinerkirche in Wien am 24. April Hochzeit gefeiert.

1855 Die erste Tochter Sophie kommt am 5. März in Wien zur Welt.

1856 wird am 15. Juli die Tochter Gisela geboren.

1857 erkranken beide Kinder während einer Ungarnreise in Budapest an Typhus, die kleine Sophie stirbt am 29. Mai.

1858 wird am 21. August der einzige Sohn, Kronprinz Rudolf, in Laxenburg geboren.

1859 Krieg in Oberitalien gegen Napoleon III.; Franz Joseph übernimmt das Oberkommando und verliert die Schlacht bei Solferino.

1860 Elisabeth verläßt den Wiener Hof und reist zu den Eltern nach Possenhofen, dann nach Madeira.

1861 verläßt sie Madeira und reist über Mallorca, Malta, Korfu und Miramar nach Wien, wo sie nach fast zwei Jahren Franz Joseph wiedersieht. Nach nur vier Tagen in der Hofburg begibt sie sich zur Kur nach Korfu, im Winter nach Venedig.

1862 kehrt sie im August nach Schönbrunn zurück.

1863 beginnt Elisabeth, ungarisch zu lernen, was sie bald beherrscht. Fanny Feifalik, die die berühmten Flechtfrisuren der Kaiserin entwerfen wird, tritt in ihre Dienste.

1864 malt Franz Xaver Winterhalter das berühmte Porträt von Elisabeth mit der sternenbekränzten Haarpracht.

1866 lernt Elisabeth auf einer Ungarn-Reise mit Franz Joseph Graf Gyula Andrássy, den Widerstandskämpfer für die ungarische Unabhängigkeit, kennen. Die Niederlage von Königsgrätz beendet Österreichs Führung im Deutschen Bund.

1867 werden Franz Joseph I. und Elisabeth im Juni in Buda gekrönt: der Beginn der k. u. k. Doppelmonarchie. Das Kaiserpaar besucht gemeinsam mit Andrássy die Pariser Weltausstellung. Kaiser Maximilian von Mexico, Franz Josephs beliebter jüngerer Bruder, wird erschossen.

1868 wird am 22. April ihre Lieblingstochter Marie Valerie in Budapest geboren. Gerüchte schreiben die Vaterschaft dem Grafen Andrássy zu.

1869 Das Kaiserpaar und Andrássy reisen zur Eröffnung des Suezkanals.

1870 Schlacht bei Sedan.

1871 hält sich Elisabeth lange in Meran auf. Graf Andrássy wird wegen seiner Bemühungen um gute Beziehungen der Doppelmonarchie zum Deutschen Reich k.u. k. Außenminister.

1872 stirbt am 18. Mai Elisabeths Schwiegermutter, Erzherzogin Sophie.

1873 Wiener Weltausstellung. Börsenkrach. Choleraangst in Wien.

1874 macht Gisela Elisabeth zur Großmutter. Elisabeth reist erstmals nach England und widmet sich für Jahre mit dem herausragenden Reiter Bay Middleton als Partner anstrengenden und gefährlichen Reitjagden.
1879 feiert das Kaiserpaar, das sich kaum noch sieht, Silberhochzeit in Wien.

1881 heiratet Kronprinz Rudolf am 10. Mai Stephanie von Belgien.

1883 wird die Kronprinzentochter Elisabeth am 2. September in Laxenburg geboren.

1885 Elisabeth beginnt, Homers Werke zu studieren und besucht auf einer Orientreise mit der kaiserlichen Yacht Miramar archäologische Stätten: Patras, Korinth, die Dardanellen, Troja, Smyrna, Rhodos, Zypern, Port Said, Alexandrien, Ithaka, Korfu.

1886 stirbt der Wittelsbacher König Ludwig II. am 13. Juni unter ungeklärten Umständen und psychisch schwer krank im Starnberger See.

1887 veranstaltet Elisabeth einen Hofball in Wien, Johann Strauß junior dirigiert das Orchester. Sie begibt sich auf eine ausgedehnte Reise nach Rumänien, Deutschland, England, danach nach Albanien, Ithaka und Korfu. Die Hermesvilla bei Wien, die der Kaiser für Elisabeth erbauen ließ, ist fertiggestellt.

1888 lernt Elisabeth Alt- und Neugriechisch bei Professor Romanos. Am 15. November stirbt ihr Vater in München.

1889 leidet Elisabeth nach dem Freitod von Kronprinz Rudolf in Mayerling am 30. November an Depressionen. Sie flieht nach Sizilien, Malta, Tunis und Carthago.

1890 heiratet Marie in Ischl. Elisabeth reist kreuz und quer, nach England, Portugal, Gibraltar, Tanger, Oran, Algier, Korsika, der französischen Riviera, Florenz, Pompeji, Capri und Korfu. Franz Joseph erfährt oft nur aus der Zeitung, wo sie sich gerade aufhält.

1891 reist sie nach Griechenland, Sizilien und Ägypten.

1892 stirbt am 26. Januar Elisabeths Mutter. Elisabeths Schloß auf Korfu, das Achilleion, ist bezugsfertig.

1893 setzt Elisabeth ihre Reisen nach Mallorca, Barcelona, an die Riviera, den Genfer See – sie transferiert ihr gesamtes Privatvermögen in die Schweiz – nach Mailand, Genua und Neapel fort,

1894 nach Alicante, Cap Martin und Algier,

1895 zurück nach Cap Martin und weiter nach Korsika und Korfu. Danach begibt sie sich nach Venedig, und

1896 nach Cannes, Neapel, Sorrent und Korfu. Ende April reist sie zur Feier des tausendjährigen Bestehens Ungarns nach Budapest und von dort nach Schönbrunn.

1897 trifft sie sich am Genfer See mit Thronfolger Franz Ferdinand.

1898 stirbt Bismarck. Elisabeth macht eine Kur in Bad Brückenau, danach fährt sie nach Bad Nauheim, Kronberg im Taunus, Bad Homburg, durch die Schweiz an den Genfer See, nach Bad Kissingen, im Sommer nach Ischl, aber gleich weiter über München nach Bad Nauheim, Mannheim, Homburg und Frankfurt wieder an den Genfer See ins Hotel Beau Rivage. In Genf ersticht am 10. September der italienische Anarchist Luigi Lucheni Elisabeth mit einer Feile. Sie wird am 17. September in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt. In ihrem Testament verfügt sie, daß ihre Gedichte erst 60 Jahre später veröffentlicht werden und der Erlös daraus den politischen Opfern der österreichisch-ungarischen Monarchie zugutekommen solle.